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28. Juli 2009 - Bielefeld
Das Aus für die Laus
Studie mit fast 10.000 Patienten beweist: Es geht auch sehr gut insektizidfrei

Kopfläuse sind ein hartnäckiges und immer wiederkehrendes Problem. Betroffen sind vor allem Kinder zwischen drei und zwölf Jahren. In Gemeinschaftseinrichtungen wie Kindergärten und Schulen sind Kopfläuse besonders häufig anzutreffen, weil dort gute Übertragungs-bedingungen herrschen. Inzwischen gibt es eine hochwirksame Methode, ohne chemische Insektizide die lästigen Blutsauger loszuwerden. Die größte bisher durchgeführte Studie mit einem insektizid-freien Mittel lässt keinen Zweifel an der Zuverlässigkeit.
Angewendet wurde das Mittel EtoPril von Dr. Wolff. Die insgesamt sieben Monaten dauernde Studie wurde von 973 Kinderärzten durchgeführt. 9.565 Personen nahmen daran teil, 6.777 weibliche und 2.704 männliche. Das durchschnittliche Alter der Patienten lag bei 8 Jahren. Die Studienergebnisse lassen keinen Zweifel am durchschlagenden Therapieerfolg.
Nach zweimaliger Anwendung von EtoPril waren in weniger als 3,5 Prozent der Fälle noch lebende Läuse nachweisbar. In dieser kleinen Gruppe der noch immer von Läusen befallenen Patienten waren zudem häufig Anwendungsfehler zu finden, so dass der Erfolg bei richtiger An-wendung bei fast 100 Prozent liegen dürfte. Die Akzeptanz der Behandlung mir EtoPril durch die Patienten war ausgezeichnet, auch das zeigt die Studie. Gefragt wurde nach Verteilbarkeit, Auswaschbarkeit, Anwendungsfreundlichkeit, Geruch und Zufriedenheit. Meistens gab es dafür die Note „gut“ oder besser. In fast der Hälfte der Fälle wurde sogar jeweils ein „sehr gut“ vergeben. Die sehr gute Verträglichkeit des Mittels konnte ebenfalls bewiesen werden. Nebenwirkungen wie Hautreaktionen und Augenbrennen traten fast nie auf, der Anteil lag unter 1 Prozent. Bei den wenigen Betroffenen verschwanden die Symptome dann in der Regel schon nach einfachen Gegenmaßnahmen.
„Die weltweit wohl größte Anwendungsstudie zur Beseitigung von Kopfläusen hat erneut bestätigt, dass EtoPril sehr gut wirksam und verträglich ist“, fasst Dr. Hubert Reich, Projektleiter der Dr. August Wolff GmbH & Co. KG Arzneimittel, das Studien-ergebnis zusammen. „Besonders für die Behandlung von Kindern und Jugendlichen steht damit eine Alternative zu den insektizidhaltigen Therapeutika zur Verfügung.“
EtoPril wirkt rein physikalisch, also ohne nervenschädigende chemische Wirkstoffe. Auch ein Nissenkamm wird nicht benötigt. Simpel ausgedrückt, bleibt den Kopfläusen bei Verwendung des Mittels die Luft weg. Das schafft der Wirkstoff Dimeticon. Als Wirkstoffträger kommt Cyclomethicon hinzu. Nachdem sich das Cyclomethicon verflüchtigt hat, lagert sich das Dimeticon sowohl auf den Läusen und Nissen als auch in ihren Atmungsöffnungen ab. Atmung und Wasserhaushalt der Parasiten werden daraufhin so stark gestört, dass sie nicht überleben können.