Rückblick

1905: Gründung des Unternehmens

Der Apotheker Dr. August Wolff gründet in Bielefeld eine chemisch-pharmazeutische Fabrik zunächst unter dem Namen "Sudbracker Nährmittel Vinces".

Er verwirklicht damit seine Idee der fabrikmäßigen Herstellung von Arzneimitteln.

In Zusammenarbeit mit führenden Wissenschaftlern bringt er in den Folgejahren unter anderem Aufbau-präparate und dermatologische Produkte auf den Markt.

Auch Kosmetika zur Pflege und Gesunderhaltung von Haut und Haar werden hergestellt.

1908: erste große Erfolge

Erste größere Erfolge erzielte das Unternehmen mit dem Aufbaupräparat Hämatopan.

Es setzte sich sehr schnell am Markt durch und be-gründete früh den positiven Ruf des Unternehmens im In- und Ausland.

Die Verkäufe gingen bis nach Südamerika.

Hämatopan wurde als erstes Produkt aus dem Wolff’schen Sortiment intensiv beworben und war in seiner Zeit eine Marke mit hohem Bekanntheitsgrad.

1911: Neubau

Das junge Bielefelder Unternehmen expandierte von Anfang an sehr schnell. Schon 1911 wurde es am Ursprungsstandort zu eng und man baute in der Nachbarschaft neu.

1912: Das erste Logo...

Die lateinische Bezeichnung „Vinces“ – „Du wirst siegen“ – wurde auch als Markenzeichen für verschiedene Produkte verwendet, dann mit dem Zusatz „Sub hoc signo vinces!

1928: Psorimed & Ekzefug

Die heilende Wirkung von Teer, Schwefel und Salicylsäure auf Haut und Kopfhaut wird entdeckt und in Produkte umgesetzt.

Die bekannten Wirkprodukte Psorimed & Ekzefug entstehen.

1930: Entwicklung Alpecin

1930 entwickelte Dr. August Wolff gemeinsam mit Prof. Dr. C. Bruck das Kopfhautpflegemittel und Anti-seborrhoicum Alpecin.

Eine aus sieben Wirkstoffen bestehende derma-tologische Tinktur nach geheimer Rezeptur, die in den nachfolgenden Jahrzehnten eine herausragende Bedeutung für das Unternehmen erlangte.

Das Produkt entwickelte sich zu einem bekannten und beliebten deutschen Markenartikel.

Alpecin lehnt sich an die lateinische Bezeichnung für Haarausfall an (Alopezie).

1931: Werbung Alpecin

Straßenbahnen mit Alpecin-Schriftzug fahren durch Berlin und andere deutsche und europäische Großstädte.

Von Anfang an ging man ungewöhnliche Wege in der Werbung. Außenwerbung wurde dort plaziert, wo die Menschen sich tummelten.

1935: Dr. Wolff Kosmetik

Die Basis der heutigen ALCINA BALANCE KOSMETIK (Dr. Kurt Wolff GmbH & CO. KG) geht in die 30er Jahre zurück.

Dr. August Wolff, der Vater von Dr. Kurt Wolff, nutzte sein medizinisches Wissen und entwickelte die ersten kosmetischen Produkte mit speziellen Wirkstoffen wie Rosmarin, Kamille und Fenchel.

1937: Dr. Kurt Wolff

Dr. Kurt Wolff beginnt im Alter von 30 Jahren seine Arbeit im väterlichen Unternehmen.

Zunächst kümmerte er sich um die dermatologische Abteilung und brachte das vorhandene Sortiment auf den neusten Stand.

Eine erste von ihm initiierte Produktinnovation waren Präparate, die Linolsäure enthielten. Die jahrelange Forschung zuvor auf diesem Gebiet ermöglichte ihm, mit der Linola-Reihe dermatologisches Neuland zu betreten.

Später errangen diese Produkte große Bedeutung.

1938: Entstehung Linola

Das Produkt Linola entsteht.

Zunächst kommt es als Öl-in-Wasser-Emulsion (O/W-Emulsion) mit Linolsäure in den Handel.

1942: Tod von Dr. August Wolff

Nach dem Tod des Vaters ruhte die alleinige Verantwortung für das Unternehmen auf den Schultern von Dr. Kurt Wolff.

1945: Wiederaufbau

Dr. Kurt Wolff baut das durch den Krieg zerstörte Unternehmen wieder auf und produziert lebens-wichtige Pharmazeutika.

Trotz größter Schwierigkeiten wurde unter der Verantwortung von Herrn Dr. Kurt Wolff die Hormon-forschung in das Arbeitsgebiet des Hauses einbezogen.

Mit besonderer Zähigkeit und unter größter An-spannung aller Beteiligten wurde vor allem die Herstellung von Insulin betrieben, um die katastrophale Lage der Diabetiker in den ersten Nachkriegsjahren zu lindern.
Mit viel Kraft und Energie entwickelte er eine neuartige Methode zur Substanzisolierung mittels einer Zentrifuge. Die Insulin-Gewinnung konnte erheblich verkürzt werden und rettete somit vielen Diabetikerin das Leben.

Das Unternehmen galt nach Hoechst als zweit-wichtigster Hersteller von Insulin.

1952: erste Linola-Produkte

Dr. Kurt Wolff entwickelt die ersten Linola-Produkte und schreibt Geschichte in der Dermatologie.

Diese Produkte errangen später große Bedeutung.

1957: Einführung Linola-Fett

Linola Fett kommt als stark fettende Wasser-in-Öl-Emulsion (W/O-Emulsion) auf den Markt.

Nun ist es möglich, die jeweiligen Hautzustände adäquat nach dermatologischen Prinzipien zu behandeln, das heißt, bei fettiger Haut kam Linola und bei trockener Haut Linola Fett zum Einsatz.

1971: Der erste wissenschaftliche Kongress

Das Unternehmen pflegte intensive Kontakte zur Wissenschaft und veranstalte jährlich bedeutende Kongresse mit hochkarätigen Dermatologen.

Der erste wissenschaftliche Kongress findet 1971 in Lenzerheide und im folgenden Jahr in Merligen statt.

Das setzt sich bis 1991 fort.

1975: Expansions-Phase

Die 70er Jahre sind die "goldenen Jahre" des Unternehmens.

Bundesweit wurden Filialen, Außenlager und Schulen gebaut.

1978: Eine Ära geht zu Ende

Mit dem Tod von Herrn Dr. Kurt Wolff wird das Unternehmen fortan von Ehefrau Doris Wolff, Familienmitglied Ass. Michael Harras und dem externen Manager Hans-Günter Nolden-Temke geführt.

1980: Einführung erster Generika-Produkte

Die ersten Generika-Produkte (Tetracyclin-Wolff) werden eingeführt.

Arilin kommt auf den Markt.

Heute sind die Produkte auf den gebieten Aminkolpitis und Trichomoniaris führend.

1982: Entwicklung Wolff Basis Creme / Neubau

Wolff Basis Creme wird entwickelt.
Dieses Erfolgsprodukt eignet sich ideal für die medizinische Hautpflege und als Grundlage vielfältiger Rezepturen.









Labor- und Lagerbereiche werden erweitert.

1983: Einführung Doxy-Wolff

Das Antibiotikum Doxy-Wolff kommt auf den Markt.

1986: Einführung Canifug

Canifug mit einer neuen Applikationsform gegen vaginale Pilzinfektionen wird in Apotheken erfolgreich eingeführt.

1987: Neubau

Bei Dr. August Wolff werden Produktion, Konfektionierung und Kommissionierung neu gebaut.

1996: Dercomme femme

Dercome femme wird in Zusammenarbeit mit Gynäkologen entwickelt.

1999: neues Firmen-Logo

Grafische Veränderung des Firmen-Logos.

2003: Linola TV-Kampagne

Die Marke Linola wird erstmalig im Fernsehen beworben.

Eine Printkampagne folgt ein Jahr später.

2004: neue Geschäftsleitung

Der Urenkel des Firmengründers, Eduard R. Dörrenberg übernimmt die Leitung des Unternehmens zusammen mit Carsten Heins.

2005: 100-jähriges Jubiläum

Das Unternehmen Dr. August Wolff GmbH & Co. KG Arzneimittel wird 100 Jahre alt.

Pünktlich zum Jubiläum wird ein neues Schulungs-zentrum eingeweiht. Darin befindet sich auch ein Gang, welches die wechselvolle Geschichte des Unternehmens dokumentiert.

2006: neuer Geschäftsführer / neues Logo

Christoph Harras-Wolff, Urenkel des Firmengründers Dr. August Wolff, tritt als geschäftsführender Gesellschafter in die Geschäftsführung ein.

Er übernimmt die Bereiche Einkauf, Zulassungen, Recht und Verbände.








Grafische Veränderung des Firmen-Logos zum 100-jährigen Jubiläum.

2007: neues Mittel gegen Kopfläuse

Etopril - ein patentiertes Mittel gegen Kopfläuse - wird eingeführt.

Seine Vorteile:
Es kommt ohne herkömmliche Insektizide aus.
Außerdem ist der vor allem bei Kindern unbeliebte Nissenkamm nicht mehr erforderlich.